Wahrnehmung oder Kopfkino? Wie wir Streit erfinden (Video)

Shownotes

Oft reagieren wir gar nicht auf das, was wir hören, sondern auf das, was wir im Kopf draus machen. Und je weiter wir uns von dem, was wirklich gesagt wurde entfernen – durch unsere Gedanken, Abgleich mit eigenen Erfahrungen und Bewertungen – desto größer sind Missverständnisse und desto wahrscheinlicher ist Streit.

Wie wir Wahrnehmung von Interpretation unterscheiden, erfährst du in der aktuellen Episode "Sprich dich glücklich". Und du lernst, wie du auch in stressigen Situationen erkennst, was jetzt wichtig ist und sagen kannst, was du wirklich brauchst. Dazu hab ich eine echt brenzlige Situation von mir selbst mitgebracht.

❗️Termin Online Seminar: 03.05.2026 Wenn du dir weniger Konflikte, weniger Streit und Missverständnisse wünscht und dafür lieber Klarheit, Einfachheit und Verständnis hättest, dann ist mein Online Seminar genau das Richtige für dich. Schreib mir in die Kommentare oder per Mail und ich schicke dir gern die Infos dazu zu.

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In dem GfK-Podcast "Sprich dich glücklich" erfährst du alles über Kommunikation und Beziehungen. Jeden Mittwoch spreche ich über Themen und Fragen rund um Kommunikation. Über Erfahrungen und Beobachtungen in meinem Alltag. Und über Hürden und Missverständnisse, die uns das Leben manchmal schwer machen. Du findest hier Inspirationen und Anregungen, wie du deine Kommunikation und deine Beziehungen verbessern kannst.

Gewaltfreie Kommunikation ist ein einfacher Weg, Gefühle und Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen. Ob Stress in der Familie, Streit in der Beziehung oder in Freundschaften: Mit GfK verstehst du besser, worum's wirklich geht, kannst du besser mit Konflikten umgehen bleibst selbst in schwierigen Situationen gelassen. Wie das du das machst erfährst in diesem Podcast.

Meine Name ist Susanne Kallista. Ich bin zertifizierter Coach und ausgebildete Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nach Marshall Rosenberg. Un dich freue mich, wenn du den Podcast abonnierst und mir auf Instagram folgst.

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Studio: true podcast productions www.kerstin-truedinger.de

Musik: The Whole Spiel Audio

Transkript anzeigen

00:00:00: Oft reagieren wir gar nicht auf das, was wir hören sondern auf das was wir im Kopf draus machen.

00:00:05: Das was wir hör'n geht in Windeseilen unseren Kopf und dort finden dann unsere Bewertungen statt.

00:00:12: Wir entwickeln eigene Gedanken zu dem was wir gehört haben und sind in vielen Fällen zumindestens ganz weit weg von dem was wirklich gesagt wurde.

00:00:20: Und es führt da natürlich zur Distanz zum Gegenüber, zu Missverständnissen und im schlechtesten Fall auch zu Streits und Konflikten.

00:00:28: und genau darüber sprechen wir heute, wie wir Wahrnehmung von Interpretationen und Bewertungen unterscheiden.

00:00:33: Und damit herzlich willkommen zu Sprichtich Glücklich, deinem GfK-Podcast.

00:00:37: Mein Name ist Susanne Kalista.

00:00:38: ich bin Trainerin & Coach für Gewaltfreie Kommunikation und seit über zehn Jahren unterstütze ich Menschen dabei ihre Kommunikationsverbesserung und damit was für Ihre Beziehungen zu tun.

00:00:49: Jeden Mittwoch gibt es eine neue Folge von Sprichtig Glücklich Und wenn du den Podcast abonnierst, bewertest weiterleitest und kommentierst dann unterstützt du mich in meiner Arbeit.

00:00:59: Und hilf mir meinen Traum zu verwirklichen die gewaltfreie Kommunikation zu vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen!

00:01:05: Und ich habe noch etwas ganz Tolles für dich.

00:01:07: Es findet nämlich wieder ein GFK Online-Seminar statt und zwar am dritten Juno, wir haben es im Jahr um achtzehn Uhr.

00:01:15: Wenn dich das interessiert und du ein bisschen tiefer in die gewaltfreie Kommunikation für deinen Alltag einsteigen willst dann schreib mir gerne einen Kommentar oder eine Mail und ich schick dir alle Informationen zu!

00:01:27: Jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit der Episode.

00:01:29: In der Gewaltfreienkommunikation hast ihr bestimmt mal gehört ist die Basis dass wir wahrnehmen, fühlen unser Bedürfnis hinterkennen und eine Bitte sagen.

00:01:41: Die Wahrnehmung, das klingt so ganz leicht.

00:01:45: Ist aber schon die erste Hürde, die es uns manchmal schwer macht wirklich in die gewaltfreie Haltung reinzukommen weil wir Wahrneemungen und Interpretation oder Bewertung von dem was tatsächlich passiert ist sehr gerne vermischen.

00:01:59: Und grundsätzlich ist es ja auch total wichtig dass wir Sachen bewerten und unsere ganzen Erfahrungen einfließen lassen.

00:02:05: Das war für die Steinzeitmenschen ist total wichtig, Situation zu bewerten.

00:02:09: Und auch heute ist es noch so, dass wir einschätzen können das was ich wahrnehme, was bedeutet das jetzt für mich?

00:02:15: Muss ich mir hier in Sicherheit bringen oder kann ich mich in Sicherheit wiegen?

00:02:19: und gleichzeitig ist es total wichtig zu unterscheiden Was ist wirklich Wahrnehmung und was sind meine eigenen Gedanken?

00:02:29: Das ist der Dreh- und Angelpunkt der heutigen Episode.

00:02:33: Um das ein bisschen greifbarer zu machen, weg von der grauen Theorie hin zum Praxis oder zum echten Leben zu kommen habe ich euch eine Geschichte mitgebracht die mir eine Klientin erzählt hat.

00:02:42: Und zwar ist folgendes passiert sie selbstständig arbeitet sehr viel ist auch sehr erfolgreich aktuell sehr, sehr viel zu tun.

00:02:54: Zum einen arbeitet sie an einem neuen Konzept und hat da was mit konzeptioneller Arbeit zu tun.

00:03:01: das heißt die muss viel recherchieren, viel Gedanken sich machen hinsetzen also auch wirklich es ist intellektuelle Arbeit aber auch sehr viel Fleißarbeit.

00:03:09: zum anderen gab's eine Änderung einer Verordnung in dem Bereich in der sie arbeitet das heißt hier hat sehr viel organisatorische Arbeit muss ihr Rechnungswesen umstellen ist auch da sehr, sehr beschäftigt.

00:03:22: Auch mit Organisatorischem habe ich schon gesagt und Fleißarbeit.

00:03:26: Und insgesamt hat sie ja auch noch ihr Daily Business das heißt die macht ja auch nur das womit Sie Ihr Geld verdienen.

00:03:30: also sie hat ziemlich viel um die Ohren und dann hatten die Besuch und haben so sich unterhalten was gerade los ist und so.

00:03:37: Da hat sie erzählt in dieser Runde dass sie halt sehr viel zu tun hat und dass sie nicht mehr weiß wie es alles schaffen soll.

00:03:49: Ja, die Kraft nimmt.

00:03:49: Also dass sie wirklich echt so am Limit ist.

00:03:52: und dann hat er gesagt ihr Partner naja So viel ist das ja eigentlich auch nicht Ich lasse den Satz jetzt mal ein bisschen würden bei euch.

00:04:04: Soviel ist es eigentlich auch.

00:04:05: und ich hatte er gesagt Und bevor wir da einsteigen was an der Situation schon war erzähle ich noch weiter.

00:04:14: Sie hat dann später als die Freunde weg waren Das Gespräch gesucht und hat gesagt dass sie das sehr verletzt hat.

00:04:25: Dass er das gesagt hat und ... Sie zum einen den Eindruck hat, dass er überhaupt nicht das ernst nimmt was sie macht, dass auch nicht wahrnimmt wie viel es eigentlich ist, dass der das so ein bisschen abtut.

00:04:40: Sie hat sich dann klein gemacht gefühlt und war enttäuscht.

00:04:44: also ihr merkt schon viele Pseudegefühle.

00:04:46: Und dann hat er gesagt ich wollte ja nur helfen dann sage ich halt gar nichts mehr, wenn ich es eh nicht richtig machen kann.

00:04:58: Auch hier lasse ich dir ein paar Sekunden Zeit den Satz sacken zu lassen!

00:05:03: Ich lache da jetzt ein bisschen drüber auch deswegen weil ich das selber schon erlebt habe am eigenen Leib und ich weiß dass es vielen wahrscheinlich von euch auch so geht in der einen oder anderen Rolle also wir haben vielleicht sogar in jeder Rolle selber schon mal agiert und sowas ähnliches gesagt.

00:05:22: Und dieses Beispiel eignet sich hervorragend um, das mal aufzutröseln was ich vorhin gesagt habe zu unterscheiden zwischen dem was hab' ich wahrgenommen und was sind meine Gedanken dazu.

00:05:36: Und deswegen gehen wir nochmal zurück an den Punkt wo er gesagt hat es ist doch nicht so viel oder soviel ist es ja nicht, dass ist ja nicht so schlimm Und für sie ist natürlich total klar.

00:05:45: Also, Sie hört den Satz und die anderen, die dabei waren haben ja auch den Satze gehört und haben ihre eigene Gedankenwelt aufgemacht.

00:05:52: In die können wir jetzt nicht reingucken.

00:05:53: Da hat es auch keinen Austausch stattgefunden, mindestens keinen, den ich kenne.

00:05:56: Deswegen können wir darüber nicht reden.

00:05:58: Ich kann nur sagen was sie gedacht hat und was sie mir geschildert hat.

00:06:01: Und sie hatte so eine Mischung aus dem, was sie unterstellt, ihm unterstelt hat, was er damit meint.

00:06:11: also Er macht sie klein.

00:06:14: Er findet, dass das Business jetzt nicht so weltbewegend ist und nichts zu groß ist.

00:06:20: Es ist mal ein Windmangel, es schafft doch jeder sowas.

00:06:24: Das ist ja machbar.

00:06:28: Vielleicht auch eine Unterstellung, Dass er das nicht ernst nimmt und dass sie nicht ernst nimmt in ihren Tun.

00:06:37: Und auch in ihren Ambitionen, die er darin stecken.

00:06:39: Also ich meine so eine Selbstständigkeit, die kommt ja nicht von ungefähr.

00:06:42: Das heißt ja auch viel Leidenschaft, viel Arbeit, viel Energie vielleicht auch Geld reinzustecken.

00:06:49: Und das fühlte sie pseudomäßig, pseudogefühl, fühlten sie herabgesetzt, herabgewürdigt, nicht gewürdig, nicht gesehen.

00:06:58: Sie hat sich nicht gesehen gefühlt, nicht wertgeschätzt gefühledt.

00:07:00: Vielleicht steckte da sowas drin was ja ganz oft auch mit unseren eigenen Erfahrungen und Erinnerung zu tun hat, und mit eigenen Glaubenssätzen die wir hier mit uns rumtragen.

00:07:09: Dass sie sich anstellt, dass sie vielleicht zu empfindlich ist und nicht einfach durchzieht und nicht ihren Job macht oder ihre Sachen macht so wie alle anderen das auch machen sondern dass sie sich einstellt und ihr vielleicht auch ein bisschen übertreibt.

00:07:27: Und was auch gut sein kann eigene Zweifel in ihr hochgekommen sind, die sie quasi mit ihrem Business verknüpft.

00:07:38: Vielleicht hat die sogar Zweifeln ob das neue Konzept funktioniert?

00:07:41: Vielleicht hat sie Zweifels, ob sie das gut genug macht um zum Beispiel Geld dafür zu verlangen.

00:07:48: Das kann ich jetzt zum Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung sagen.

00:07:50: gerade in der Anfangszeit von meinen Coaching und auch meinen Seminaren war es schon ein ständiger Begleiter von mir dass ich Zweifle hatte.

00:08:00: ist die Leistung, die ich erbringe und ist der Benefit den Menschen, die in meinen Seminaren sind oder meine Coachings kommen.

00:08:07: Ist ja groß genug um da einen Preis dahinter zu schreiben?

00:08:11: Oder dem Preis, den ich mir vorstelle dahinterzuschreiben.

00:08:14: Und insofern kann ich mir sehr gut vorstellen dass wenn so ein Satz gesagt wird das auch solche Gedanken wieder hochkommen und da jetzt ihr eigenes Gedankengebilde sich im Kopf entwickelt hat oder sie hat es entwickelt.

00:08:28: So muss man sagen, das ist ja nicht passiert sondern sie hat's entwickelt.

00:08:32: Und was hätte Sie denn jetzt anders machen können?

00:08:34: Die Situation hatte ja alles Potenzial zu eskalieren auch schon vor den Freunden.

00:08:38: Es wäre durchaus möglich gewesen.

00:08:40: Das ist da nicht passiert wahrscheinlich weil die schon ganz lange mein Podcast hört und sich mit gewaltfreier Kommunikation in der gewaltfrohen Haltung beschäftigt.

00:08:49: Was hätte ihr aber geholfen Karussell zu fahren, weil das ist ja im Grunde passiert.

00:08:57: Sie hat zwar in dem Moment nichts gesagt Es hat aber Jan ihr gearbeitet und sie hat gewartet bis dann die Situation kamen dass sie es ansprechen konnte.

00:09:05: Und wie hätte sie anders reagieren können?

00:09:09: Also was ich ja ganz oft sage zuerst mal diese selbstfür Sorge betreiben.

00:09:13: Sie hätte in dem moment zu erst fragen können Was brauche ich jetzt?

00:09:18: also ich höre jetzt den Satz Und merke, da spinnen sich Gedanken bei mir zurecht.

00:09:24: Also diese kleine ... diesen kleinen Moment und deswegen ist es auch so hilfreich immer erst mal ein bisschen zu atmen weil ihr kennt noch den ganz tollen Satz zwischen Reiz-und Reaktion liegt in diesem Raumgestaltestu die Freiheit ja?

00:09:40: Und die Reaktionen auf den Reiz.

00:09:42: also der Reiz war der Satz, den sie gehört hat und die Reakktion war jetzt nicht die Verbale sondern die Reaksion Das, was sie darüber gedacht hat.

00:09:51: Sie hätte das für sich behalten aber die Gedanken hat sie ausgelöst und es heißt auch dass kann sie feststellen und kann dann denken ich merke schon jetzt kommt ihr fährt hier mein Fahrrad gedanklichen Film.

00:10:03: Ich mache jetzt mal eine Pause ne Denkpause.

00:10:06: hätte sie sich denken können so?

00:10:08: und Dann Können sie sich fragen was brauche ich jetzt?

00:10:10: Ich Brauch Klarheit vielleicht.

00:10:14: In erster Linie hätte sie wahrscheinlich gebraucht, Verständnis oder Unterstützung.

00:10:20: Wenn ich in der Gruppe erzähle dass ich überlastet bin und das alles was ich auf meinem Tisch gerade habe wirklich viel ist und ich spüre ich komme an meine Grenze will ich wahrscheinlich... Dass die anderen sagen kann ich mir vorstellen hört sich wirklich viel an also Verständnis gehört werden, mit dem wie es mir gerade geht.

00:10:41: Dass ich jetzt hier so offenbare.

00:10:43: vielleicht wünsche ich mir dann auch dass jemand sagt ja wahnsinn beeindruckend wie du das alles machst Ja also auch noch mal so eine Art von Anerkennung und eventuell das ist immer ganz individuell.

00:10:56: natürlich kann sein dass sie sich gewünscht dass jemand in der runde sehr allen gesagt er sagt ja Brauchst du da vielleicht Hilfe oder wünschst dir der Unterstützung, oder kann ich dich unterstützen?

00:11:10: Oder was würde dir helfen dass es weniger ist oder das du schaffst zum Beispiel.

00:11:16: Das hätte sie wahrscheinlich gebraucht, das kam nicht.

00:11:18: und deswegen Vielleicht das Gefühl, dass man vielleicht eine Irritation ja erst mal verunsichert.

00:11:27: Wieso kommt es jetzt nicht?

00:11:28: Was ich eigentlich dachte was kommen würde, was ich vielleicht auch als normal empfunden hätte als Reaktion.

00:11:34: Jetzt kommt etwas ganz anderes.

00:11:35: Das irritiert mich, das verunsichert mich und vielleicht ärgert mich das auch Weil mein Partner mich ja so gut kennt Und der weiß wie viele ich jeden tag mache und was sich da alles stemmen was ich alles leiste.

00:11:45: wieso sagten die jetzt sowas so lapidar dahin?

00:11:49: So das ist das erste und diese selbstklärung hilft.

00:11:53: Das ist, auch wenn ich jetzt quasi keine Lösung für mich habe.

00:11:58: Ist ja das sozusagen was die Beruhigung bewirkt?

00:12:02: Ich beruhige mein System weil mir jetzt Klasse worum es mir eigentlich ging oder worum's mir geht in dem Moment und was mich irritiert hat.

00:12:10: Und im nächsten Schritt könnte ich mir überlegen... Was ist denn sein Bedürfnis dahinter?

00:12:15: Was hatten er zum Ausdruck gebracht?

00:12:18: Und vielleicht kommst du auf eine Idee, vielleicht hast du eine Idee und sowas könnte sein wie na was wollten der jetzt?

00:12:24: Der wollte vielleicht ganz ungeschickt doch damit ausdrücken dass das machbar ist für mich.

00:12:29: Vielleicht wollte er damit aus drücken, dass er mir das zutraut.

00:12:34: Vielleicht ist es so ne Art Zuspruch die da dahinter steckt, auch wenn ich es überhaupt nicht so empfunden habe und wenn ich den Satz so nie verstanden hätte oder auch nicht habe.

00:12:45: Vielleicht kommst du auch vielleicht hast auch keine Idee was dahintersteckt?

00:12:48: Und dann hilft dir der Satz zu denken Es gibt einen guten Grund, er hat einen gutengrund das zu sagen.

00:12:53: Ich kenne den jetzt nicht, ich sehe den jetzt gerade nicht aber ich gehe einfach davon aus.

00:12:59: Ja also das heißt Du vertraust auf die gewaltfreie Haltung.

00:13:03: Das hilft auf jeden Fall.

00:13:06: Nächsten Schritt, also dann hätte wenn sie das gemacht hätte, wäre natürlich auch das Gespräch was sie danach geführt hat ein bisschen anders verlaufen.

00:13:15: Dann hätte sie sagen können, was sie sich gewünscht hat.

00:13:19: Jetzt hat sie aber ja gesagt ich habe du hast das Nismic, seit es hat mich total verletzt.

00:13:24: Also sie hat Vorwürfe gemacht.

00:13:25: Sie hat auch unterstellt dass du nimmst mich nicht ernst für mich von dir da gar nicht gesehen und wenig unterstützt So, sie hätte anstelle dessen sagen können.

00:13:38: Den Satz den du da gesagt hast, den fand ich verletzend.

00:13:41: Mir ist... Ich habe gerade aktuell wirklich so viel zu tun und als ich das gehört hab, ist dann bei mir sind so viele Gedanken losgegangen dass ich den Eindruck gewonnen habe, dass du das alles gar nicht wertschätzt oder gar nicht ernst nimmst Und ich hätte mehr Verständnis gewünscht und mehr Unterstützung gewünschte.

00:13:59: Das hätte sie sagen können und dann hätte er sagen können naja Ich wollte damit ja auch zum Ausdruck bringen, dass das nicht so viel ist und du das schaffst.

00:14:10: Und natürlich unterstütze ich dich dabei!

00:14:12: Ich wollte dir nur helfen.

00:14:15: Auch auf den Satz wo er sagt, ich wollte dir noch helfen, dann sage ich halt gar nichts mehr.

00:14:19: wenn es ähnlich richtig ist... Das ist natürlich schwierig.

00:14:24: Ich bin ja eigentlich in der Situation, dass ich jetzt Unterstützung gebrauchte.

00:14:26: Jetzt merke ich gerade das ich auch noch die bin, die dieses Gespräch am Laufen halten soll.

00:14:32: und wie kannten mir das gelingen?

00:14:34: Das ist eine Kraftaufwendung.

00:14:36: Ich lade dich trotzdem ein, das auszuprobieren!

00:14:39: Weil wenn es dir noch gelingt zu sagen... ...ich verstehe du wolltest mir helfen.

00:14:43: Es hat nicht funktioniert.

00:14:45: bei mir ist was ganz anderes angekommen.

00:14:47: Ich kann es anerkennen und ich finde gut, dass du das versuchst.

00:14:52: Und ich könnte zum Beispiel sowas sagen wie was mir mehr geholfen hätte oder was mir künftig in solchen Situationen hilft wäre wenn du sagst Kann nicht gut verstehen.

00:15:02: also erst mal nur mit Verständnis gibt's das Wetter hätte mir da mehr gehäufen und ich fände schade Wenn du jetzt als Konsequenz daraus für dich siehst das dann gar nichts mehr sagst.

00:15:13: mir ist ja total wichtig dass wir im austausch sind Auch wenn es mal nicht funktioniert, ich sage ja auch manchmal Sachen die nicht bei dir so ankommen wie ich es gemeint habe.

00:15:21: Das finde ich jetzt total schade.

00:15:22: Wenn jeder für sich entscheidender gut dann sagt man halt nie mehr was denn passiert das nicht mehr?

00:15:25: Das ist überhaupt nicht zielführend!

00:15:27: Ich will mich ja mit ihr austauschen und ich will mich genau weiterentwickeln und daran wachsen.

00:15:33: Und das kannst du einfach alles in deiner Sprache natürlich sagen.

00:15:37: Und ich hab da noch ein anderes Beispiel für dieses Benennen in so einer stressigen Situation von dem was Du wirklich brauchst.

00:15:45: Ich habe ja schon ein paar Mal erzählt, dass ich sehr viel wandern gehe und wir sehr sehr viel in den Bergen sind.

00:15:49: Und wir waren mal in Südtiro beim Wandern – da gab es so eine Situation!

00:15:53: Da war der Weg nicht so wie ich das mir vorgestellt hätte und auch nicht so, wie er wirklich eingezeichnet war.

00:15:58: auf jeden Fall ging's ziemlich steinig und für meine Begriffe steil runter.

00:16:05: Und ich merke schon, ich Panik krabbelt meinen Nacken hoch und ich hab's so richtig gemerkt Es war schon Nachmittag, sie war auch ziemlich erschöpft.

00:16:16: Auf jeden Fall stand ich da und habe so ein bisschen ... Nein!

00:16:20: Können wir nicht umdrehen?

00:16:22: Das war meine Idee, weil ich wollte auf keinen Fall runtergehen.

00:16:25: Dann hat mein Partner zu mir gesagt, jetzt stelle dich nicht an.

00:16:33: Wir können nicht zurückgehen.

00:16:34: Wir müssen hier

00:16:35: runter.".

00:16:36: Und dann habe ich richtig gemerkt, es hat mich Monster gestresst Was mir da gelungen ist, und das war für mich das erste Mal – es ist schon ein paar Jahre her – dass ich dachte, gewaltfreie Kommunikation funktioniert im Stress.

00:16:52: Es ist mir folgendes gelungen!

00:16:54: Und ich sage es euch, wir haben die Knie gezittert ... Ich hatte einen Schweißausbruch vom Allerfeinsten ….

00:17:02: und es ist mir gelungen zu denken, der hat jetzt auch Stress vor dieser Situation.

00:17:11: Ja, und das drückt sich so aus.

00:17:13: Und dann ist mir gelungen zu sagen ich brauche jetzt was anderes, ich brauch jetzt Zuspruch!

00:17:20: Und da hat es etwas Schönste passiert, klick deine Gänsehaut... Dann hat er zu mir gesagt du kannst hier ganz normal gehen wie sonst auch?

00:17:28: Und dann sind wir dieses Ding darunter.

00:17:30: Also, ich sag mal so im Schneckentempo.

00:17:32: Ich hatte trotzdem noch Angst aber ich konnte mich bewegen.

00:17:35: dieser Zuspruch also diese drei Dinge mir ist es gelungen diesem Vorwurf und dieses stelle dich nicht so an.

00:17:43: das hätte Nicht lange Zeit davor dazu geführt dass ich einen Riesenauferstand gemacht hätte.

00:17:49: ich stelle mich gar nicht an und das wäre passiert Und ich weiß nicht was dann wie wir von dem berg wieder runter gekommen werden.

00:17:55: keine Ahnung So das heißt mir ist Es Gelungen zu verstehen Da steckt ein Bedürfnis dahinter, auch wenn sich das jetzt in diesem Vorwurf oder für mich nicht schönen Wörter den Weg nach draußen bahnt und ihren Ausdruck findet.

00:18:11: Als Zweites ist es mir gelungen zu sagen was ich brauche ganz klar zu sagen Ich brauch Zuspruch Ich habe nicht gesagt, ich brauche jetzt nichts, dass du mich anschreist oder ich hab' nicht gesagt es hilft mir nichts wenn du mich jetzt blöd von der Seite anredest.

00:18:26: Weil das ja nichts nützt!

00:18:27: Dann weiß er ja trotzdem noch nicht was er machen soll.

00:18:30: Mir ist es gelungen ganz konkret zu sagen was ich brauch und dann hat das dazu geführt.

00:18:37: Und dann hat Marschel Rosenberg wahrscheinlich bewiesen damit das funktioniert dass ihm auch was eingefallen ist, das er nur den Einsatz gesagt hatte.

00:18:45: Auch wirklich bei mir funktioniert hat, dass ich ihn auch nehmen konnte und dann sind wir da gut runtergekommen.

00:18:52: also insofern auch in stressigen Situationen um mit wieder zurückzukommen auf diese Situation von der ich euch erzählt habe auch wenn wir im Stress sind auch wenn du emotional erregt bist und auf einem hohen Energie- und emotionalen Level bist lohnt sich es, kurz inne zu halten und sagen was brauche ich denn?

00:19:11: Und das zu sagen.

00:19:12: Und der andere versucht!

00:19:13: Vielleicht ist das nicht der erste Satz wo's klappt.

00:19:16: vielleicht sagt er noch etwas anderes und da kann ich sagen oh nee das klappt auch nicht ich brauch noch was anderes.

00:19:20: versuch bitte noch was Anderes zu sagen bleibt einfach da im Gespräch.

00:19:24: das is wirklich ein lernen, ein Ausprobieren und auch einen Miteinander ausprobieren.

00:19:30: Es gibt keinen richtig und es gibt kein falsch!

00:19:32: Es gibt etwas was ihr miteinander macht und woran ihr beide da auch wachsen könnt.

00:19:37: Und das heißt jetzt wenn man es noch mal ein bisschen größer aufzoomt und grösser auf diese Situation guckt die er quasi aus diesen zwei Teilen bestanden hat Beide haben sich ja an bestimmten Situationen am bestimmten Stellen der Geschichte nicht gesehen gefühlt Beide haben sich nicht wertgeschätzt gefühlt, beide haben sich nie wahrgenommen gefühelt in dem was sie versucht haben mitzuteilen.

00:20:01: Der jeweils andere hat interpretiert irgendwas bewertet und auch nicht wirklich.

00:20:06: die waren dann eigentlich nicht wirklich im Kontakt Die waren dann so ein bisschen voneinander losgelöst und jeder war so in seiner eigenen Gedankenwelt unterwegs.

00:20:14: So und es heißt was Sie jetzt machen können, mit dem Verständnis darauf zu sagen.

00:20:20: Wir wollen das beid, wir wollen Harmonie und uns auch austauschen und ich will mich nach wie vor mit dir interessiert wie dein berufliches Fortkommen ist was dich beschäftigt, was dich interessiert, was dir wichtig ist und ich möchte es auch mit dir teilen und ich möcht natürlich auch deinen Interesse an meinen Sachen.

00:20:38: Das ist ja das was eine Partnerschaft ausmacht.

00:20:40: ganz oft fragen ja Menschen was macht ein gute Beziehung aus?

00:20:43: Naja interesse aneinander.

00:20:46: Und richtig interessiert sein kann ich halt auch nur, wenn ich versuche nicht mit meinen eigenen Gedanken irgendwie da so abzutriften.

00:20:55: Sondern versuche im Fokus dazu bleiben was die andere Person mir gerade mitteilt und das auch ernst zu nehmen.

00:21:10: Also ich muss die gleiche Situation nicht stressig empfinden.

00:21:13: Vielleicht hat er wirklich gedacht, naja das Konzept hat sie schon fünf andere gemacht.

00:21:18: Das kann die ja quasi drauf und das organisatorische umstellen.

00:21:25: dann muss man ja nur dass das das und für ihn ist es vielleicht auch eine ganz kleine Sache.

00:21:29: Und wichtig ist, Verständnis heißt nicht dass es dir in der Situation genauso geht.

00:21:33: Verständes heißt das du verstehst, dass es der Person also ihr mit diesen ganzen Sachen grad so geht.

00:21:41: Ich kann verstehen, dass dich das stresst auch wenn mich das nicht stressen würde.

00:21:46: Es haben wir ganz oft jeden Tag In unserem ganzen Leben.

00:21:50: Das geht nicht darum den Grund nachzuvollziehen, sondern es geht darum die Situation in der sich die Person gerade befindet.

00:21:58: Nachzuvollziehen und dafür Verständnis zu schenken.

00:22:01: Also solche Situationen entstehen also nicht weil wir was falsch verstehen, sondern weil wir nicht gut genug verstehen, weil wir zu schnell in unseren Gedanken sind und da keine Differenzierung mehr herstellen.

00:22:12: das heißt hilfreich, für die gewaltfreie Haltung und für gute Beziehungen zu dir selbst und so anderen.

00:22:18: Zu unterscheiden zwischen dem was habe ich jetzt wirklich wahrgenommen und was davon hab' ich mir jetzt dazu gedacht oder dazu interpretiert.

00:22:26: Und wenn ihr das gelingt dann wirst du auf jeden Fall immer im Gespräch bleiben können und ganz viel Weiterentwicklung erleben für dich selbst und für deine Beziehung und deine Partnerschaft.

00:22:37: Auch diese Woche gibt es eine Buchempfehlung.

00:22:39: Ich mache kostenlose Werbung, weil mir lesen wichtig ist, weil ich lesen liebe und es dir ans Herz legen möchte als Emportierschule und als Schule sich in andere hinein zu versetzen und in andere Situationen zu

00:22:51: kommen.".

00:22:52: Und zwar habe ich heute ein wahnsinnig spannendes Buch mitgebracht.

00:22:55: Die Autorin ist eine Französin deswegen vermute ich dass sie ausgesprochen wird Carine Douille und das Buch heißt Diese Eine Entscheidung Und ich finde das wahnsinnig spannend.

00:23:07: Es ist ganz kompakt geschrieben!

00:23:10: Ich hatte den Eindruck, also es ist jetzt nicht sehr dünn aber ich habe den Eindruck dieses Buch hätte auch achthundert Seiten haben können... ...es ist der Autorin so gut gelungen, ganz viel geschehen, ganz kompak zu machen und es irgendwie ja so.

00:23:26: Also dadurch haut es irgendwie, finde ich voll rein.

00:23:28: Klickt voll rein wie man so schön sagt und dieses Buch ist so aktuell und so nah am Zeitgeschehen.

00:23:34: Es geht um Terrorismus Um Rechtsprechung Um Sicherheitsbedürfnisse Um Sicherheitsmaßnahmen Und gleichzeitig um die Menschen, die es betrifft.

00:23:44: Das finde ich ist ganz toll gelös oder ist ganz toll beschrieben.

00:23:49: Ich konnte mich da total gut rein fühlen und das macht mich an ganz vielen Stellen Traurig und betroffen an.

00:23:56: Menschen stellen bei euch auch hoffnungslos.

00:23:57: Und dann gibt es doch irgendwie wieder Hoffnung, also das ist ein sehr, sehr... Mir ist es sehr, sehr nahe gegangen und ich bin gespannt wie du's findest.

00:24:04: Diese eine Entscheidung das ist meine Buchempfehlung für heute und ich wünsch dir ganz viel Spaß beim Lesen!

00:24:09: Ich wünsche dir auch ganz viel Spass beim Ausprobieren zu unterscheiden zwischen Wahrnehmung und Gedanken und Interpretation.

00:24:16: Ich freue mich wenn du mir schreibst wie es dir ergangen ist und ich freu mich natürlich auch ganz toll wenn du meinen Podcast weiterleitest an Menschen die dir am Herzen liegen ihnen kommentierst bewertest und natürlich abonniert und regelmäßig hörst.

00:24:27: Die nächste Chance dazu hast du am kommenden Mittwoch.

00:24:29: bis dahin alles Liebe Deine Susanne.

00:24:32: Ach ja, am dritten Juni online Seminar, achtzehn Uhr wenn du möchtest sei gern dabei.

00:24:37: schreib mir und bekommst von mir alle Infos dazu.

00:24:40: jetzt aber tschüss.

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